Aus dem Nichts entsteht ein Haus

16. Jul
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Aus dem Nichts entsteht ein Haus

In der „Werkstatt Charlottenbogen“ kann man sich anschauen, wie die neuen Charlottenbogen-Häuser einmal aussehen werden. Doch herauszufinden, wie man sein neues Zuhause genau haben möchte, ist gar nicht so einfach. Dabei hilft Jens Rodenbusch, der Wünsche-Ermöglicher.

Erst einmal steht da nur ein großer Tisch inmitten eines großen, hellen Raumes – groß, weiß und leer. Doch Jens Rodenbusch kann auf diesem Tisch drei Häuserblocks entstehen lassen. Die Gebäude sehen so real aus, ganz lebensecht erscheint hier plötzlich die Dachterrasse, dort der Garten, dahinter der Hof mit dem Spielplatz. Das einzige, was Rodenbusch dazu braucht, ist ein iPad.

Willkommen in der „Werkstatt Charlottenbogen“, hier im dritten Stock des stilwerk, gleich neben dem lebhaften Kurfürstendamm inmitten von Berlin. Kunden flanieren zwischen den Läden hin und her, schauen auf Designer-Möbel, Luxus-Musikboxen und Kunstobjekte. Doch wer die Werkstatt besucht, betritt eigentlich ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück, nur ein paar Kilometer entfernt, direkt an der Spree gelegen, zurzeit eine Baustelle. In der Werkstatt können interessierte Wohnungskäufer einen Eindruck von ihrem zukünftigen Zuhause bekommen und es anhand von Grundrissen sogar ganz konkret planen.

Jens Rodenbusch, 44, ein großer schlanker Mann, ist ein Wünsche-Ermöglicher. Doch dazu muss man die eigenen Wünsche erst einmal kennen. Lieber gediegen oder modern? Große amerikanische Küche oder lieber Esszimmer und Herd getrennt? Garten oder Dachterrasse? Ruhig wirkt Rodenbusch, und freundlich. Wie jemand, dem man alles erzählen kann. Und manchmal machen die Kunden das auch. Schließlich geht es hier um etwas ganz Persönliches. Wie hat man vorher gewohnt? Wie will man in Zukunft wohnen? Welche Träume und Visionen spielen eine Rolle? Hier, an diesem leeren weißen Tisch geht es um das zukünftige Zuhause, da ist jeder eigen. Und Rodenbusch hilft dabei, herauszufinden, worauf es einem wirklich ankommt.

Seit 25 Jahren macht er das schon. Kein Haus, keine Wohnung, keinen Kunden, den er nicht schon erlebt und gesehen hat. Doch dieses Projekt ist etwas Besonderes, sagt er. So besonders, dass er von einem anderen Wohnungsbauunternehmen speziell für den Charlottenbogen zur AMAG Bauten GmbH gewechselt ist.

Als erstes stellt er den Kunden immer die Frage nach den eigenen Bedürfnissen, wie man wohnen möchte. Hinter dieser Frage steckt eigentlich schon alles. Ruhebedürftig oder mitten drin? Viel Sonne oder lieber etwas kühler? Seine Erfahrung ist, dass ältere Menschen oft schon sehr konkret wissen, was sie wollen, aber auch unflexibler sind, wenn nicht alles funktioniert. Junge Menschen sind weniger konkret, lassen sich aber von vielen seiner Ideen inspirieren. 

„Ein paar der Wohnungen sind bereits verkauft“, berichtet Rodenbusch. Eine Familie hat gleich zwei erstanden, im dritten Stock, da sollen die Zwischenwände entfernt werden und eine riesengroße Einheit draus gemacht werden. „Mit all diesen Ideen können wir hier in der Werkstatt spielen und sie soweit technisch möglich auch umsetzen“. 

Und dann projiziert er eine virtuelle Version der fertigen Häuser auf den blanken Tisch. Mit einem iPad macht er das, drückt es einem sogleich in die Hand, so dass man auf den Bildschirm und damit auf die Häuser schauen kann, als würden sie greifbar vor einem stehen. Wenn man damit um den Tisch und quasi um die Häuser herum geht, lässt sich jedes Detail erkennen, jede einzelne Wohnung anklicken. Reeller geht es nicht. Außerdem gibt es für jede Wohnung große Grundrisse auf Papierbögen und dazu Miniaturmöbel, die man auf dem Grundriss hin und her setzen kann. 

Rodenbusch erzählt von einem älteren Pärchen, das zuerst bei ihm in der Werkstatt war, dann auf der Baustelle vor Ort, um sich die Umgebung in echt anzuschauen und dann wieder in die Werkstatt kam. Auch sie haben inzwischen gekauft. 

Doch warum ist für ihn dieses Projekt besonders? „Im Charlottenbogen ist so vieles ganz besonders. Direkt an der Spree, ruhig und dennoch mittendrin in der Stadt, das gibt es nur noch ganz selten. Die Architektur der beiden Architekturbüros ist außergewöhnlich. Jedes Gebäude hat seinen ganz eigenen Reiz. Ich denke, wer sich hier eine Wohnung sichert, kann sich wirklich glücklich schätzen.“

Hier kannst du einen Termin in der Werkstatt vereinbaren. Schau gerne einmal vorbei!

Werkstatt Jens Rodenbusch
Jens im Gespräch
Exklusiv in der Werkstatt Charlottenbogen: Die Augmented-Reality-App
Werkstatt Charlottenbogen im stilwerk Berlin

Mein Name ist Karl, ich bin Journalist in Berlin und schreibe hier Reportagen über deinen neuen Kiez.